facebook

Mais - das Multitalent

Ein Geschenk der Götter

Mais ist eine Pflanzenart aus der Familie der Süßgräser. Mit einiger Sicherheit wird heute davon ausgegangen, dass die ursprüngliche Heimat von Mais Süd- und Mittelamerika ist. In der Maya-Kultur galt Mais als heilige Pflanze. Er zeichnet sich durch große Sortenvielfalt aus. Bereits 1552 wurde in Spanien der erste Mais angebaut, nachdem Kolumbus ihn mit nach Europa brachte.

Landwirtschaftliche Praxis

Mais ist ein Sommergetreide, das bei uns erst ab Mitte April ausgesät wird, wenn der Boden warm genug ist. Die Ernte erfolgt Anfang September bis Mitte November, je nach Sorte und Verwertungsrichtung. Mais kann Wasser, Sonnenenergie und Dünger besonders effizient verwerten und benötigt im Vergleich zu anderen Ackerkulturen wenig Pflanzenschutz. Weltweit wird vorrangig Körnermais angebaut, bei dem nur die Körner geerntet, getrocknet und gelagert werden. Silomais, bei dem die ganze Maispflanze inklusive des Kolbens geerntet, klein gehäckselt und einsiliert wird, dient vor allem in Europa als wertvolles und ganzjährig verfügbares Tierfutter.

Mais – unerlässlich in der Ernährung unserer Nutztiere

Körnermais ernährt in unterschiedlichen Aufbereitungen und Mischungen viele unserer Nutztiere. Dagegen wird Silomais vor allem in der Fütterung von Rindvieh eingesetzt. Von einem Hektar Mais können 60.000 Eier, 15.000 Liter Milch bzw. 2.000 Kilogramm Rindfleisch oder 3.000 Kilogramm Schweinefleisch erzeugt werden.

Mais – Herzstück der Energiegewinnung von morgen

Zur Verwendung in Biogasanlagen besitzt Mais im Vergleich zu Getreide und Gras das höchste Gasbildungsvermögen. Mit einem Hektar Mais können daraus rund 17.000 kWh Strom erzeugt werden. Das entspricht ungefähr dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 5 Haushalten. Dazu kommt die zu Heiz- oder Trocknungszwecken nutzbare Abwärme. Rund 6.000 Biogasanlagen produzieren in Deutschland inzwischen eine Strommenge, die ausreicht, um 10 Prozent der Privathaushalte rund um die Uhr mit Ökostrom zu versorgen.

Mais – zukunftsweisender Rohstoff für die industrielle Produktion

Rund die Hälfte der im Maiskorn gebildeten Stärke wird in der Ernährungsindustrie eingesetzt. Daneben sind Papier- und Pappehersteller, die Textil-Industrie sowie die chemische und pharmazeutische Industrie wichtige Abnehmer. Biologisch abbaubare Kunststoffe aus Maisstärke werden zu Taschen, Lebensmittelverpackungen, Folien oder Cateringprodukten verarbeitet. In den kommenden Jahren wird die Stärkeproduktion aus heimischem Mais weiter an Bedeutung gewinnen.

Mais – wichtiger Partner für die Pflanzenforschung

Mais gilt seit Beginn der systematischen Pflanzenzüchtung als Modellpflanze für Forschung und Entwicklung. Nur durch die Entwicklung der klassischen Hybridzüchtung konnten Maissorten zur Verfügung gestellt werden, die unter den klimatischen Bedingungen Deutschlands ertragreich wachsen. Durch neuartige gentechnische Verfahren können dem Mais weitere nützliche Eigenschaften hinzugefügt werden. Derzeit ist in Deutschland kein gentechnisch veränderter Mais für den Anbau zugelassen.

  • Flyer „Multitalent Mais“
  • Video „Züchtungserfolge Mais“ (Film des BDP)
  • Link

Unsere Welt ist der Mais (Film des DMK)

Besuchen Sie auch: