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... in den Schweinestall

In Deutschland werden rd. 27 Millionen Schweine in rd. 67.000 Betrieben gehalten (Stand: Mai 2009; Quelle: destatis). Wir Deutsche verzehren jährlich rd. 61 kg Fleisch pro Kopf. Schweinefleisch hat mit 64 % den größten Anteil. In der Grillsaison nimmt der Verbrauch von Schweinefleisch stark zu. Aber wie wird dieses Fleisch produziert? Wie leben Schweine heute in der modernen Schweinehaltung?

Spezielle Ställe für jedes Stadium der Haltung

Die Sauen werden heute überwiegend besamt. Dies geschieht u.a. aus hygienischen Gründen und zur Vorsorge gegen die Verbreitung von Krankheiten durch den Eber. Die Eber werden zur Samengewinnung in speziellen Stationen gehalten. Die Besamung erfolgt im Deckzentrum. Die Zeit der Trächtigkeit verbringt die Muttersau dann im Wartestall. Etwa eine Woche vor der Geburt der Ferkel wechselt die Sau in den Abferkelstall. Vorher wird sie gewaschen. Auch die verschiedenen Ställe werden vor jeder neuen Belegung jeweils gereinigt und desinfiziert, um das Risiko der Krankheitsverbreitung zu minimieren.

3 – 3 – 3

Nach einer Tragezeit von 3 Monaten, 3 Wochen und 3 Tagen „ferkeln“ die Sauen. Ein Wurf umfasst im Durchschnitt etwa 12 Ferkel mit einem Geburtsgewicht von ca. 1,3 Kilogramm. Pro Jahr bringt die Muttersauen mind. zwei Würfe zur Welt. Als Ergänzung zur Muttermilch erhalten die Ferkel spezielles Saugferkelfutter und frisches Wasser. Sie haben einen hohen Wärmebedarf, der in der ersten Lebenswoche bei 32 °C liegt. Daher werden Wärmelampen aufgehängt  oder die Liegefläche der Ferkel beheizt. Die Sau hat es lieber etwas kühler.

Die Aufzucht

Nach einer Zeit von 3 bis 4 Wochen wechseln die Ferkel von der Muttersau  in einen Aufzuchtstall. Dieser befindet sich manchmal beim Sauenhalter, manchmal beim Mäster. An diese Aufzuchtphase mit speziellen Anforderungen an das Futter und das Stallklima schließt sich die eigentliche Mast an.

Ziel: Dick, rund und gesund

Die Mast beginnt mit einem Gewicht von ca. 30 kg. Die Gruppengröße liegt je nach Stalltyp in der Regel zwischen 12 und 45 Tieren. Die Schweine werden überwiegend auf perforierten Böden gehalten, durch die Harn abfließen und Kot durchgetreten werden kann. Schweine sind sehr saubere Tiere. Sie haben genug Platz einen Teil der Bucht als Kotecke zu verwenden. Der übrige Bereich wird als Liege- und Fressbereich genutzt. Die Tiere fühlen sich in den tiergerechten Ställen wohl, die entsprechend den hohen Auflagen für artgerechte Tierhaltung gestaltet sind. (Diesen Satz streichen, wenn zu wenig Platz) Durch routinemäßige Tierarztkontrollen wird die Gesundheit der Tiere überwacht. Geht es einzelnen Tieren nicht so gut, werden gezielt und fachgerecht Medikamente eingesetzt. Die Verwendung von Tierarzneimitteln ist streng geregelt und wird dokumentiert.

Gesundes Futter für gesunde Lebensmittel

Mastschweine erhalten hochwertige Futtermischungen aus Gerste, Weizen, Mais, eiweißreichen Pflanzen (meist Soja) sowie den benötigten Aminosäuren, Mineralstoffen und Vitaminen. Die Komponenten und die Qualität des Futters werden durch die strengen Vorgaben des deutschen Futtermittelgesetzes bestimmt und kontrolliert. Je nach Alter der Tiere, wird die Zusammensetzung in Bezug auf den Nährstoffbedarf genau angepasst und garantiert so eine ausgewogene Ernährung. Ein Mastschwein benötigt rund 300 kg Futter, um ein Schlachtgewicht von 105 – 110 kg zu erreichen.

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