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29.08.2014
08:04

Weizenernte durch häufigen Regen behindert

„Rein in die Kartoffel, raus aus den Kartoffeln“

Wir bauen hier in Derenburg zwar keine Kartoffeln an, aber die Redensart passt dieses Jahr wie die Faust aufs Auge. Die Weizenernte war nämlich eine richtige Geduldsprobe. Ab dem 25. Juli – pünktlich zum Beginn der Druschreife – stellte sich das Wetter um. War es vorher oft sehr sonnig, so gab es jetzt mehrfach pro Woche, meistens an drei bis vier Tagen, Regen. Dann mussten wir die Ernte wieder unterbrechen, weil nasser Weizen nicht gelagert werden kann und die Trocknung den ganzen Gewinn auffressen würde. Also Schneidwerk abhängen, Mähdrescher, Überladewagen und Transportanhänger wieder in die Scheune fahren und auf den nächsten trockenen Tag hoffen. So ging das über mehr als vier Wochen hin und her, raus und rein. Aber am 22. August um 23:58 Uhr waren wir fertig. Bei einigen Landwirten hier aus der Region wird sich die Ernte aber noch bis in den September hineinziehen. Trotz aller Erschwernisse bin ich mit dem Ertrag sehr zufrieden. Der Witterungsverlauf war nämlich abgesehen von den letzten Wochen günstig und unsere Maßnahmen im Pflanzenschutz und in der Düngung haben sehr gut gewirkt. Die Qualität hat durch den ständigen Regen etwas gelitten. Aber durchweg hat unser Weizen Backqualität, was die Vermarktung erleichtert. Mein Fazit: Anstrengende Ernte, aber es hat sich gelohnt.

Klaus Münchhoff(kmuenchhoff@fnl.de)weiterleitenPermalinkKommentare 0
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10.03.2014
14:33

Wenn der Winter ausfällt

Großer Weizen und große Unkräuter

Wenn der Frühling kommt, beginnen endlich auch wieder die Arbeiten auf unseren Äckern. Zunächst verschaffe ich mir bei einem Gang über die Flächen ein Bild über die Lage. In diesem Jahr fällt auf, dass der Weizen bereits ungewöhnlich groß für die Jahreszeit ist. Das liegt an der Witterung der letzten Wochen. Bis auf einen Wintereinbruch Ende Januar gab es durchweg Temperaturen deutlich über null Grad. So konnte er langsam wachsen und hat jetzt bereits einen deutlichen Entwicklungsvorsprung gegenüber dem letzten Jahr. Höhere Erträge lassen sich daraus aber nicht ableiten, da kann noch viel dazwischen kommen. Wichtig ist jetzt, dass die ebenfalls stärker gewachsenen Unkräuter und Gräser ausgeschaltet werden. Sie nehmen unseren Nahrungspflanzen Licht, Wasser und Nährstoffe weg. Dafür haben wir mehrere Mittel zur Auswahl, die unter anderem auf die vorherrschenden Arten, deren Größe und die Bodenfeuchtigkeit angepasst werden. Es gibt keine Pauschallösung. Ob der ausgefallene Winter auch Krankheiten gefördert hat, kann ich noch nicht sagen. Sicher ist aber, dass die frühlingshaften Temperaturen den frühen Zuflug von Schadinsekten wie Stängelrüssler oder Kohltriebrüssler im Raps fördert. Ich habe bereits Gelbschalen am Feldrand aufgestellt. Anhand der gefangenen Insekten kann ich entscheiden, ob eine Pflanzenschutzmaßnahme Sinn macht.

Klaus Münchhoff(kmuenchhoff@fnl.de)weiterleitenPermalinkKommentare 0
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17.02.2014
10:58

Erfolgreicher Ackerbau

Vermarkten ist oft wichtiger als produzieren

Die Märkte für Weizen und Raps sind fast so sprunghaft wie die Aktienkurse von Unternehmen. Den richtigen Verkaufszeitpunkt zu treffen ist für mein Bankkonto oft viel entscheidender als mit einer ausgefeilten Produktionstechnik ein paar Prozent Mehrertrag herauszuholen. Deswegen beobachte ich täglich die Preisentwicklungen an den Märkten, informiere mich über die Ernten in den Hauptanbaugebieten weltweit und spreche mit meinen Handelspartnern. Es ist zwar unwahrscheinlich, den idealen Verkaufstermin zu treffen. Aber je besser ich informiert bin, desto sicherer sind meine Entscheidungen. So habe ich bereits jetzt die gesamte Ernte 2013 verkauft. Wegen der seit Dezember fallenden Kurse war das die richtige Entscheidung. Ein Teil der diesjährigen Ernte habe ich ebenfalls schon zu einem festen Preis und bestimmten Qualitäten verkauft. Allerdings wirklich nur einen Teil. So kann ich das Risiko von möglicherweise weiter fallenden Preisen begrenzen. Bis vor einigen Jahren konnte ich nur das vermarkten, was auch in meiner Scheune lag. Heute ist es sogar möglich, Kontrakte für 2015 abzuschließen.

Klaus Münchhoff(kmuenchhoff@fnl.de)weiterleitenPermalinkKommentare 0
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10.01.2014
09:20

Lecker, lecker, lecker

Grüne Woche ist international

Wenn es die Grüne Woche noch nicht gäbe, müsste sie unbedingt noch erfunden werden. Das ist mein erster Eindruck von der diesjährigen Ausstellung. Die Messehallen am Funkturm bieten jede Menge Attraktionen rund um die Land- und Ernährungswirtschaft. Vor allem die kulinarischen Spezialitäten aus allen möglichen Ländern der Erde faszinieren mich. Hier gehe ich gerne auf Entdeckungsreise und probiere hier und da mal etwas Neues. Das diesjährige Partnerland ist übrigens Estland. Über das Land an der Ostsee wusste ich bislang noch wenig. Die Präsentation während der Eröffnungsveranstaltung am 16. Januar war deswegen richtig lehrreich. Hier habe ich eine ganze Menge über Natur, Wirtschaft, Traditionen und regionale Erzeugnisse erfahren. Bekannt sind vor allem Heringe, Sprotten und Flundern, schwarzes Roggenbrot, Gerstenbier, Kohl und Korn, Kartoffelprodukte  und Schweinefleisch. Die Spezialitäten schmecken hervorragend – davon konnte ich mich beim anschließenden Empfang überzeugen. Aber auch das Begleitprogramm der Messe ist international und vor allem sehr umfangreich. Jede Menge Tagungen, Kongresse und sonstige Events stehen im Veranstaltungskalender. Für jeden ist etwas dabei.

Klaus Münchhoff(kmuenchhoff@fnl.de)weiterleitenPermalinkKommentare 0
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10.01.2014
08:42

„Landwirtschaft zum Anfassen“ auf der Internationalen Grüne Woche 2014

Ich freue mich auf den ErlebnisBauernhof

Berlin ist immer eine Reise wert. Besonders anlässlich der Grünen Woche, die in diesem Jahr vom 17. bis 26. Januar 2014 stattfindet. Mein Ziel ist der ErlebnisBauernhof in Halle 3.2. Die federführende Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft hat mich gefragt, ob ich den Besuchern meine Arbeit als Ackerbauer näherbringen möchte. Das mache ich gerne, ich freue mich schon sehr auf die Gespräche. Wer weiß schon, was wir Landwirte für den Boden und die Pflanzen machen, um kurz- und langfristig hohe Erträge zu erzielen? Auf der anderen Seite bin ich neugierig darauf zu erfahren, wie die Besucher über moderne Landwirtschaft denken. Neben kleinen Äckern mit aktuellen Landmaschinen sind auf dem ErlebnisBauernhof auch Ställe mit Tieren und die Kette der Produkte vom Acker bzw. Stall bis auf den Teller zu sehen. Weitere Informationen gibt es hier: www.fnl-erlebnisbauernhof.de/. Kommen Sie doch einfach mal vorbei!

Klaus Münchhoff(kmuenchhoff@fnl.de)weiterleitenPermalinkKommentare 0
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